Atelierbesuch
So aufgeräumt, so akkurat der Tisch gedeckt, so aufmerksam macht Lawrence Guntner auf Wunsch einen Tee für unsere Präsidentin Adela Deac. Kaffee für unsere Pastpräsidentin stand bereits da. Es ist nicht der erste Besuch von Christiane Karweik im kleinen Mörser Atelier Daniela Guntners, aber diesmal möchte Adela Deac die Künstlerin kennen lernen, sehen wo und wie sie arbeitet. An diesem Tag liegt unser Adventkalender auf dem Tisch. Fertig. Wieder ein Bild, das zum Erwerb im November anreizen wird (es gibt eine Menge Fans der Grafikerin, der Hoffmannstadt).
Das Motiv ist diesmal verbunden mit dem Hoffmannhaus, wo wir regelmäßig tagen. Auf unseren Wunsch hat Guntner die neue Statue vorm Schloss vor den Eingang zum Saalbau gestellt. „Ich mag sie nicht, zu hölzern“, bekennt die 82-Jährige. Auch ihre Malweise, unter dem Titel Spaziergehbilder bekannt geworden, mochte sie zunächst nicht. Sie malte so naiv, so verklärt nostalgisch, auch mit feiner Ironie für die Illustration eines Kinderliederbuches ihres Vaters Otto Sroka. Sie missachtete dabei realistische Proportionen so wie historische Wahrheit. In Kooperation mit unserem Club gab es 2010 eine Wiederauflage. Sie entwarf Theaterkostüme für das Weihnachtsmärchen, organisierte als Leiterin des städtischen Kulturbüros (2000 bis 2007) die Internationale Sommerbühne, entwarf Firmen-Signets ... die Liste ist lang. Und stellte selbst, zuletzt im März auf Burg Neuhaus aus. Im Club schilderte Daniela Guntner am 6. Oktober 2022 ihren privaten und beruflichen Weg im Interview mit Hans Karweik.
Text: Hans Karweik









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